23.-24.07.2011 – 51/52. ADAC Slalom MSC Mühlheim, Flugplatz Mainbullau

Die Mühlheimer hatten für die diesjährige Doppelveranstaltung den frisch asphaltierten Flugplatz in Mainbullau gebucht. Neben der neuen Strecke hatte die Veranstaltung diesmal auch ein DM-Prädikat und war auch dadurch interessant.
Am City hatte ich auch wieder einige Veränderungen vorgenommen, ich habe endlich ein 4-Gang-Sportgetriebe aufgetrieben und in den letzen Tagen eingebaut (gebraucht und leider ungetestet). Da jetzt der 1.Gang wesentlich länger übersetzt ist, habe ich auf die nächst bessere Kupplung gewechselt, die kann jetzt 300Nm ab, also noch genug Reserve beim Anfahren. An der Hinterachse wurden Unibal-Schubstreben montiert um der Achse mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen und Verspannungen entgegen zu wirken. Dann hatte ich nocheinmal versucht die 8″-Rädern unter die vorderen Kotflügel zu bekommen, was auch schliesslich geklappt hat und ich kann jetzt endlich die neuen Slicks fahren.
Am Samstag bin ich gegen 13 Uhr auf dem Flugplatz angekommen und nach kurzer Sichtung des Geländes musste ich mich auch schon zur Abnahme und direkt zum Vorstart begeben, war ich wohl doch etwas knapp losgefahren…

Slalom Samstag

Die Strecke machte schon beim zuschauen einen schnellen Eindruck, vom Start ging es die Landebahn hinunter, durch einige Schweizer, gefolgt von einer Torpassage auf eine etwas schwierig zu nehmende Gasse zu, danach noch ein paar Tore bis zur Wende und wieder bergauf zurück durch die Zielgasse,
hier den Bremspunkt ordentlich setzen für die Wende, nochmal durch die Zielgasse und dann wieder die Landebahn runter und wieder rauf bis zur Zielgasse.

Ich war wohl doch etwas zu vorsichtig, ein paar Leute hatten gesagt ich soll mit den neuen Slicks erstmal langsam machen – hab ich auch aber wohl ZU langsam: Die schlechteste Trainingszeit im Starterfeld war das Ergebnis. Da bin ich natürlich erstmal etwas enttäuscht gewesen.
Das ich an die DM-Fahrer nicht rankomme, war mir zwar klar, aber in den Wertungsläufen musste doch noch etwas mehr drin sein (hatte ich mir zumindest vorgenommen). Also ging es motiviert in den ersten Wertungslauf. Immerhin war ich 7 Sekunden schneller (macht deutlich wie langsam ich im Training war) und jetzt unter 1:50 – das war aber immer noch viel zu langsam. Mit den neuen Schaltwegen musste ich
mich erst noch anfreunden, denn ich war ja die kurzen Schaltwege vom Getrag gewohnt, beim 4-Gang war das aber mehr Gänge „rühren“. Leider hatte ich mir einen Pin eingefangen, und stand somit nach dem 1.WL auf Rang 10.

Im 2.Wertungslauf wollte ich nochmal etwas nachlegen. Ich kam auch etwas flüssiger durch, hatte allerdings einmal Probleme beim Einlegen vom 3.Gang. Trotzdem konnte ich mich um 1,5 Sekunden verbessern und bin auch fehlerfrei geblieben. Unterm Strich blieb es aber beim 10.Platz von 14 Startern in der H14 und 13. von 30 in der H gesamt.

Slalom Sonntag

Nach dem sonnigen Samstag zeigte sich das Wetter am Sonntagmorgen von seiner anderen Seite, dicke Wolken liessen nichts gutes ahnen, und für den Nachmittag war eine Regenwahrscheinlichkeit von 60% gemeldet.

Die Gruppe G startete aber zunächst im trockenen, doch schon einige Zeit später begann es zu regnen. Ich bereitete mich also vorsichtshalber schon einmal auf meinen ersten Einsatz mit Regenreifen vor, auch wenn es zwischendurch immer wieder fast trocken war. Aber es kam wie es kommen musste. Bei der H12-13 hat es erneut geregnet. Die H14 ging also bei feuchter Strecke an den Start und es tröpfelte auch schon wieder. Also habe ich schnell die Regenreifen montiert. Das war auch gut so, denn mit den Slicks hätte das wohl kaum funktioniert. Aber auch mit den Michelin hatte ich so meine Last. Ich bin etwas unsicher gestartet und habe versucht zu „erfahren“ wieviel Grip die denn haben. Beim 1.Anbremsen der unteren Gasse habe ich mich kurzerhand entschieden, rechts vorbei zu fahren. Das hätte vermutlich
nicht mehr geklappt. Der Rest des Trainingslaufs verlief soweit ganz gut.
Die letzten Teilnehmer der H14 und die H15 hatten dann mit einem kräftigen Schauer noch schlechtere Bedingungen, danach trocknete es aber immer mehr ab. Zu Beginn des 1.WL waren noch einige Starter mit Regenreifen am Start, aber dann versuchten es schon die ersten mit Slicks. Und sie waren zum Teil schon schneller als die Kollegen mit Regenreifen. Also hab ich mich entschieden auch auf Slicks zu wechseln und wurde dank Unterstützung aus der Familie im letzen Moment fertig. Da ich keine Ahnung hatte, wie sich die nagelneuen Slicks auf der noch feuchten Strecke fahren lassen, bin ich erstmal sehr unsicher gestartet. Der untere Streckenabschnitt war aber doch schon gut abgetrocknet, oben aber war es noch etwas rutschig. Das wurde mir dann auch fast zum Verhängnis, auf dem letzten Stück vor der Zielgasse konnte ich den Dreher garadenoch vermeiden und Pylonen hab ich zum Glück auch nicht erwischt. Mit der Zeit von 1:51 konnte ich auch zufrieden sein, im 1.WL am Samstag bin ich auch nur knapp 1:50 gefahren.

Zum Ende des 1.WL  zogen wieder dunkle Wolken auf und die Unterbrechung nach dem Abflug von W.Flick tat ihr übriges. Es kam also so, dass es wieder regnete und ich wieder auf Regenreifen wechseln musste. Als ich an der Reihe war regnete es gerade nicht mehr viel. Trotzdem merkte ich schon auf den ersten Metern, dass es sehr rutschig war, also war äusserste Vorsicht und Konzentration angesagt. Speziell in den Schweitzern und beim Anbremsen hatte ich mit dem leichten Heck zu kämpfen, es lief aber soweit ganz gut. Die späten Starter der Klasse hatten dann richtig viel Regen abbekommen, also leider keine gleichen Bedingungen für alle. Das war wohl der Grund, dass am Ende der 6.Platz raussprang. Damit war ich mehr als zufrieden!

Hier ein Video von MovieGeorg


YouTube Direkt

Und hier einige schöne Fotos von rennfotos.de, weitere Fotos gibt dort auf der Homepage!

www.rennfotos.de

Ausserdem habe ich hier eine Auswahl Fotos von Wolfram, weitere Fotos gibt es ebenfalls auf seiner Homepage:
slalomfotos.de

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